Beschluss des Gemeinschaftsbetriebsrates sorgt für Irritationen bei den Beschäftigten der anderen Hamburger Laschbetriebe

Der Beschluss, die Kollegen von LCH und Carl Tiedemann mit Arbeitsplatzangeboten bei der HHLA-AG fest zu übernehmen und dass Laschen in Eigenregie durchzuführen, ist nicht neu. Sicherlich ist der Wunsch den in Not geratenen Kollegen zu helfen, in dem man ihnen einen Arbeitsplatz bei der Hamburger Hafen und Logistik AG anbietet, ein Zeichen der Solidarität. Allerdings liegt die Ursache in diesem Konflikt nicht bei der Hamburger Hafen und Logistik AG, sondern im unverantwortlichen Handeln der geschäftsführenden Gesellschafterin Carola Zehle. Sie zahlt ihren Mitarbeitern zum Teil seit Monaten keine Löhne und Gehälter. Das Arbeitsrecht ist an dieser Stelle nicht gerade arbeitnehmerfreundlich, weil die Geltendmachung und damit die Zahlung an die Kollegen an hohe rechtliche Hürden gebunden sind sowie für die Betroffenen einen langwierigen Prozess bedeutet.

Seit dem Frau Zehle mit der Behauptung an die Öffentlichkeit getreten ist, dass verzögerte Zahlungen der Hamburger Hafen und Logistik AG, ihre Unternehmen Carl Tiedemann sowie LCH in Zahlungsschwierigkeiten treibt, spitzt sich der Konflikt zu. Diesen Konflikt trägt Frau Zehle ohne Skrupel auf dem Rücken der Kollegen aus. Die Frage, warum das Geld nicht bei den Kollegen ankommt, obwohl die Hamburger Hafen und Logistik AG schnellstmöglich für die erbrachten Lascharbeiten zahlt und die Leistung am Schiff innerhalb einer Woche abrechnet, lässt die Vermutung aufkommen, dass bevor die Kollegen ihre Löhne bekommen, andere Rechnungen und Zahlungen getätigt werden müssen, weil sonst nur der Gang in die Insolvenz, als Alternative bleibt. In einem Insolvenzverfahren wären aber Löhne und Gehälter, zu mindestens für drei Monate, gesichert und die Kolleginnen und Kollegen würden wieder über Einkommen verfügen, um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien zu sichern. Denn wie auf der Demo „Gerechtigkeit für Lascher“ vorgetragen, Arbeit ist da, die Kollegen wollen arbeiten, die Hamburger Hafen und Logistik AG zahlt pünktlich, nur Frau Zehle bezahlt den Kollegen nicht ihren zustehenden Lohn!

Aktionistische Betriebsratsbeschlüsse lösen die schwierige Situation nicht! Nur ein abgestimmtes Vorgehen, was alle Interessen der im Hamburger Hafen Beschäftigten berücksichtigt, hilft den betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Hierbei muss unsere Gewerkschaft ver.di, gemeinsam mit den Betriebsräten von Carl Tiedemann und LCH die Richtung vorgeben. Wenn uneingeschränkte Solidarität aller Kolleginnen und Kollegen im Hamburger Hafen unseren Lascherkollegen helfen soll, müssen alle Schritte und Aktionen sorgfältig durchdacht und geplant werden.

Es ist Zeit, dass im Sinne der Kollegen etwas passiert, was zur Lösung beiträgt!

Stuart Cantlay, Thomas Mendrzik, Christine Cantlay, Thomas Trenner

Hafen

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Dies ist nicht die offizielle Internetseite der Hamburger Hafen und Logistik AG.